Gedicht

Bei Jan Spieker im Moor

Seitlich von Oythe,
vom Dorfe weit ab,
liegt mitten im Moor,
ganz einsam ein Grab.
Da liegt er begraben,
der Löffelkerl
Jan Spieker von Rahden,
weit hinter Werl.


Ein länglicher Hügel
mit Heide und Bent (Bentgras)
darum geht ein Graben,
und rundum da lehnt,
ein wack´liger Zaun,
ganz schief schon und alt,
und ein Stück von ´nem Kreuz
aus altem Eichenholz.

Das ist dort das Grab,
wo Spiekers Jan liegt,
wo rundum das Moor,
lange wartet und schwieg,
dort fanden die Jäger
von Füchtel ihn, tot,
vor Jahren im Herbst
beim Abendrot.

Bei seinem Korb,
mit Löffel und Napf,
da ist er verhungert,
ohnmächtig und schlapp.
Der Tod hatte ihn verfolgt
Auf dem einsamen Weg,
hier hat er ihn ereilt,
dass er hinfiel und schwieg.

Keinen Menschen konnte er rufen,
kein Mensch hat ihn geseh´n,
kein Mensch konnt´ ihm helfen,
er war ganz allein.
Wie laut hat er geschrieen,
hat er sich noch gewehrt?
Was er wohl noch sagte,
kein Mensch hat ihn gehört.

Sein Brot in der Tasche
Hatten die Würmer verzehrt,
ein paar Groschen im Beutel,
war alles was ihm gehört.
Das Geld und den Korb
das nahmen sie ihm ab
den Handstock und ´nen Löffel
den legten sie auf´s Grab.

So haben sie ihn begraben,
bei Nebel, vorm Tag,
hier ward er begraben,
am Weg, wo er lag.
Doch eines was sie fanden,
das ließen sie ihm ganz,
den hat er mitbekommen,
- seinen Rosenkranz-.

Dechant Ludwig Averdam, Oythe
aus: Heimatblätter als Beilage zur OV Nr. 4/1930

Überarbeitet Heinz Battermann, Juni 2007

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