Geschichte Drebber

Die Geschichte der Gemeinde Drebber

Damals…

Die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde Drebber ist datiert aus dem Jahre 980. Damals vermachte Kaiser Otto II. dem Kloster (Benediktiner Abtei) Memleben in Thüringen das Dorf Drebber (damals Thriburi, thri = drei, buri = Bauernhöfe) als Dankgeschenk.

In wie weit es sich um Einzelhöfe oder zu einem bereits bestehenden Dorf gehörende Gehöfte handelt ist nicht mehr zu klären.

Im Laufe der Geschichte wurde "Triburi" zu "Drebber". Eine Besonderheit:
Drebber war bis zur Gemeindegebietsreform im Jahre 1974 in zwei selbstständige Gemeinden geteilt - Mariendrebber und Jacobidrebber. 
Die Namensgebung erfolgte nach den beiden (ev.-luth) Kirchen der Dörfer.

Der dritte Ortsteil ist der Flecken Cornau. In Cornau (1396 = Konowe, Konrads Aue) befand sich bis ins 12. Jahrhundert das Stammschloss eines Edelherrengeschlechts der Grafen von Diepholz.

Im Anschluss an die herrschenden Eiszeiten stiegen die Temperaturen in der Region um Drebber merklich an. Hierdurch begünstigt, setze ein schnelles Wachstum der Moore ein, was das Gesicht der Landschaft bis heute prägt.


Die 50iger Jahre in Drebber
(Ein Bericht von Ehrenbürgermeister Helmut Engels)

Die jetzige Gemeinde Drebber ist 1974 durch Landesgesetz aus den ehemaligen Gemeinde Jacobidrebber, Mariendrebber und Cornau entstanden.

Das bittere Ende des zweiten Weltkrieges und seine Folgen hat eine gewaltige Umwandlung unserer Heimat bewirkt. Die früher fast nur bäuerliche Ausrichtung unserer Dörfer wich einer starken Besiedelung und Umgestaltung der Erwerbsstruktur. Vertriebene und Flüchtlinge suchten Wohnraum und Arbeit. Fehlende Arbeitsplätze führten allerdings auch zum Wegzug in Ballungsräume oder sogar zur Auswanderung.

Drebber wurde in den folgenden Jahrzehnten mehr und mehr eine so genannte „Schlafgemeinde“.

Wie war das Ortsbild? Es gab nur ganz wenige befestigte Straßen (Hauptstr., Dorfstr.,) und einige Schotterwege. Wasserversorgung, Müllabfuhr, Kanalisation und Gasversorgung wurden erst Ende der sechziger bzw. der siebziger Jahre eingeführt. Die Löhne und Gehälter waren durchschnittlich so niedrig, dass mindestens ein Monatslohn für einen Anzug ausgegeben werden musste.

Gemüse und Obst kam aus dem eigenen Garten. Alles andere konnte eingekauft werden bei Middendorf und Koch in Cornau, bei Münning, Warneking, Lengwenus und David in Jacobidrebber, bei Kühnhausen, Brune und Gerke in Mariendrebber und bei Bokelmann in Deckau.

Damals gab es noch Handwerksbetriebe wie Sattlerei (1), Stellmacherein (2), Hufschmiede (4), Tischlerei (3). Aber auch zaghafte Ansätze des Landmaschinenhandels (11 bzw. 15 PS – Schlepper, Bindemäher).

Die Molkerei sorgte für die Verarbeitung für die Verarbeitung und Vermarktung der mit Pferdefuhrwerke angelieferte Milch. Erzeugte Produkte der Landwirtschaft ( im wesentlichen Roggen und Kartoffeln) wurden von der Firma Eickbusch und der Ein- und Verkaufsgenossenschaft vermarktet. Der Urlaub wurde im Moor zum Torfstechen genutzt.

Vergnügen suchten die Menschen bei Schützenfesten, Sportfesten, plattdeutschen Theaterabenden, im Gesangverein usw. und in etwa 20 Gaststätten. Jetzt sind es noch fünf.

Trotz Schwierigkeiten, der Bauboom bewirkte steigende Einkommen. Die Menschen wurden mobiler und kauften sich ein Moped oder sogar ein Auto (VW, Goggo, Lloyd). Die Häuser wurden komfortabler mit fließendem Wasser und Bas. Öfen wurden langsam durch Heizungen ersetzt.

Aber auch immer mehr Landwirte (damals etwa 100, heute ca. 20 Haupterwerbslandwirte) suchten sich andere Arbeitsmöglichkeiten wie Wintershall, Fliegerhorst, Bahn und Post.

In Drebber wurde eine neue Schule gebaut und später erweitert. Viel später eine Turnhalle und das Gelände für den Sportplatz gekauft. Bis dahin wurden die Schüler in Jacobidrebber, in Mariendrebber und in Cornau auf engstem Raum und unter unmöglichen sanitären Verhältnissen unterrichtet. Die Schulzeit dauerte (Volksschule) acht Jahre. Im Alter von 14 Jahren, nach der Konfirmation, begann die Lehrzeit.

1954 wurde die Sparkasse und 1966 die Volksbank gebaut. Vorher gab es nebenamtliche Zweigstellen der Institute. Elektrizität lieferte bis 1953 das E-Werk (heute Haus Krautwurst) in Drebber und Ehrentraut in Cornau. Politisch wurde das Leben von der konservativen NLP (Niedersächsische Landespartei) bestimmt. Auseinandersetzungen gab es im wesentlichen zwischen dieser Partei und dem BHE (Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten). Die Kirchengemeinden hatten es nach Jahren antichristlicher Politik der Nazis besonders schwer und mussten ein geordnetes Kirchenleben erst wieder organisieren.

 

Das Wappen

Das Wappen der Gemeinde Drebber ist in den Farben gold-rot dargestellt. Der Löwe ist dem alten Siegel des Flecken Cornau entnommen. Die silbernen Eichenblätter symbolisieren die Ortsteile Cornau, Marien- und Jacobidrebber, aus denen die heutige Gemeinde sich zusammensetzt.

Die Farben der Gemeinde Drebber sind gold und rot.

 

Rot-gelbes Wappen der Gemeinde Drebber

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